Der von Marielis Seyler als verwundet aufgefaßte Körper des Mädchens paßt sich in die aus Erdkuhlen oder höhlenähnlichen Steinformationen bestehenden "Wunden" der Erdoberflädche an . Diese werden zum schützenden, ja fast uterinen Raum für das menschliche Geschöpf, sodaß diese feurige Urnatur eine matriachalische Zuschreibung als Urschoß erfährt . Den Endpunkt des Buches markiert schließlich die visuelle Transformation des Tuches in magmatische Substanz, die sich weich fließend in die Erdspalten und –ritzen schmiegt; ein Fremdkörper wird schlußendlich assimiliert.

Maria Schindelegger
Stillness Stillness Stillness Stillness
 
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s/w Foto ; Größe 40x60, 60x90, 120x170 cm, Edition von 5
2003 SOHO20 Galerie, New York; Galerie Apicella-B, Cologne;
Galerie Wolfgang Exner , Wien;
Galerie 2002 Man, Reykjavik